TATORT MÄRCHEN

Wie »Die Bremer Stadtmusikanten« seit mehr als 200 Jahren den Rechtsstaat verhöhnen

Ein ziemlich wichtiges Buch von Peer Gahmert und Philipp Feldhusen, das den Ruf des berühmten und beliebten Märchens ein für alle Mal ruiniert.



EIN WELTBEKANNTES MÄRCHEN.

VIER TIERE.

EIN HAUS IM WALD.

MÄNNER, DIE EINFACH SO ALS RÄUBER ABGETAN WERDEN.

ZWEI AUTOREN, DIE AUCH MAL EIN INVESTIGATIVES SACHBUCH SCHREIBEN WOLLEN.



Pressestimmen

Der Weser-Kurier (2. Januar 2021) spricht eine Leseempfehlung aus und findet das Buch absurd, im positiven Sinne. Außerdem gibt’s ein Interview mit den Autoren.


ANDERE STIMMEN

»Sicher nicht das schlechteste Buch, das je geschrieben wurde.

»Ein Muss für jeden Rechtsstaatsfan!

»Macht sich sehr gut im Bücherregal. Man muss es ja nicht gleich lesen.


Normalerweise würden Sie an dieser Stelle eine kurze Inhaltsangabe vorfinden, die Ihnen einen kleinen Einblick in dieses Buch gewährt. Diese gängige Praxis lehnen wir ab. Die Schlagworte da oben müssen reichen. Womöglich entscheiden Sie sich sonst gegen den Kauf, wenn Sie mehr über das Werk erfahren – das können und wollen wir natürlich nicht riskieren. Vertrauen Sie uns einfach, wenn wir sagen: Das Buch ist große klasse. Wirklich!

Na gut, einen Hinweis können wir ja geben: Es geht um einen seit Jahrhunderten ignorierten Aspekt im allseits gefeierten Märchen »Die Bremer Stadtmusikanten« von Jacob und Wilhelm Grimm, der unsere gesellschaftliche Ordnung bedroht. Mit dieser ungeheuerlichen Theorie konfrontieren wir einige interessante Menschen, die deutlich mehr Ahnung von dem Thema haben als wir.


Hübsche Bilder des Buchs

Das Buch TATORT MÄRCHEN – WIE »DIE BREMER STADTMUSIKANTEN« SEIT MEHR ALS 200 JAHREN DEN RECHTSSTAAT VERHÖHNEN der Bremer Satiriker Philipp Feldhusen und Peer Gahmert (u. a. »Der Postillon«, »facebook-agb – das musical«) wird im Dezember 2020 veröffentlicht. Es ist zugleich der einzige nennenswerte Beitrag zum zu Ende gehenden 201. Jubiläumsjahr des berühmten Märchens.

Die vier Protagonisten des grimmschen Werkes verunglimpfen ohne jeden Beweis völlig unbekannte Männer, die sich in einem Waldhäuschen aufhalten, einfach als »Räuber« – ein rechtsstaatlich bedenkliches Vorbild für Kinder und eine völlige Verhöhnung des Prinzips »Unschuldsvermutung«. Leider wird dieser ungeheuerliche Umstand in Öffentlichkeit, Wissenschaft, Medien und Politik weitestgehend ignoriert – oder gar nicht erst erkannt. Auch dass die Tiere Gewalt und Heimtücke anwenden, um sich Hab und Gut der angeblichen Kriminellen anzueignen, führt zu keinerlei vernehmbarer Kritik. Im Gegenteil: Bis heute werden das Märchen und ihre Schöpfer gehuldigt und gefeiert (siehe bspw. »Stadtmusikantensommer« 2019 in Bremen und das dort geplante »Stadtmusikantenhaus«).

Weil sich sonst niemand traut, das heikle Thema anzufassen, sahen Gahmert und Feldhusen – zwei Witzefabrikanten und Theatermacher – sich gezwungen, das unselige Thema in die Öffentlichkeit zu heben. Ganz wie investigative Enthüllungsjournalisten sprachen sie also mit vielen Menschen, die sehr viel mehr Ahnung von der Materie haben als sie selbst.

TATORT MÄRCHEN geht dem Thema mit Interviews auf den Grund, weil das ein dem Sujet passendes journalistisches Format ist. Zu Wort kommen:

Der ehemalige Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen, der die Chance, sich vom Märchen zu distanzieren, nicht nutzt

Der Musiker, Sänger und Autor Markus Grimm, der als vermutlicher Nachfahre von Jacob und Wilhelm Grimm einen eigenen Blick auf das Märchen hat

Der Drehbuchautor David Ungureit, der 2010 die Vorlage für die ARD-Verfilmung schrieb

Doris David und Prof. Dr. Matthias Wehr von der Bremer Polizei, die die Sicht der Ordnungshüter auf das Verhalten der Tiere erläutern

Der FSK-Prüfer Lars Kaempf, der dem Märchen nicht unbedingt jugendgefährdendes Potenzial unterstellt

Außerdem können sich Leserinnen und Leser auf Gespräche mit der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Magdalena Kempny, mit den Eltern eines der Autoren, mit dem waschechten Anwalt Sören Böhrnsen und mit der Germanistin Dr. Mariella Gronenthal freuen. Natürlich sprachen die Autoren auch mit der Bevölkerungsgruppe, die durch »Die Bremer Stadtmusikanten« am ehesten in ihrer rechtsstaatlichen Entwicklung beeinträchtigt sind: mit Kindern.

Neben vielen Erkenntnisgewinnen wartet das Buch mit einem den Autoren entsprechenden Humor auf sowie mit einer korrigierten Fassung des Märchens, die man bedenkenlos Kindern vorlesen kann. Auch sonst hat das Buch alles, was ein Buch braucht – vielleicht sogar mehr als andere: eine Einleitung, gleich zwei Vorworte und ein überraschendes Ende.

Print: 

12 €, 186 Seiten – s/w – 12,5 x 19 cm – ISBN 978-3-9822469-0-1

E-Book:

EPUB, 9,99 € – ca. 830 kB – ISBN: 978-3-9822469-1-8

Kindle-Version (für Amazon E-Reader), 9,99 € – ca. 800 kB

TATORT MÄRCHEN ist als gedrucktes Buch exklusiv über den Verlag (» zum seriösen Onlinegeschäft «) und in ausgewählten Buchhandlungen (» Info hier «) sowie als E-Book (» hier im seriösen Onlinegeschäft « und überall, wo es E-Books gibt) erhältlich.

Peer Gahmert und Philipp Feldhusen sind die beiden einzigen ernst zu nehmenden Satiriker, die Bremen je hervorgebracht hat. Ihr Wirken umfasst zahllose Beiträge für die erfolgreichsten deutschsprachigen Satiremagazine »Der Postillon« und »Eine Zeitung«. Wer seit 2010 im Internet unterwegs war, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Texte aus ihren Federn gestoßen und hat sich möglicherweise auch darüber amüsiert. Außerdem sind sie verantwortlich für einige der besten Bühnenveranstaltungen, die Bremen je erlebt hat.

Gahmert (*16. Februar 1984 in Bremen) ist gebürtiger Theaterdramaturg, Autor, Regisseur und Moderator. Seit 2016 ist er zudem Generalintendant des von ihm gegründeten »Deutschen Nationaltheater Bremen«. Daneben denkt er sich unterhaltsame Formate und Texte für Bühne, Rundfunk und Bewegtbild aus, von denen viele sogar veröffentlicht werden. Außerdem schreibt er für bekanntere und unbekanntere Komikerinnen sowie Komiker.

Feldhusen (*27. Dezember 1983 in Bremen) lebt als Autor, Poet, Moderator, Musiker und Familienvater in Bremen. Zu seinen eindrucksvollsten Werken zählen unter anderem die Liedtexte zu »facebook-agb – das musical« und das Buch »TATORT MÄRCHEN«. Außerdem spricht er regelmäßig für den Postillon die Videoreportagen ein und ist auch vor der Kamera zu sehen. Sein Lieblingsessen ist Spinat mit Kartoffeln, Ei und Fischstäbchen.